Was ist Cheerleading

Cheerleading besteht aus verschiedenen Elementen, man kann sagen es ist eine Zusammensetzung aus Turnen, Akrobatik, Tanz, Pyramiden und Anfeuerungsrufen (der sogenannte Cheer). Es ist ein Sport für jedermann, egal ob dick oder dünn, groß oder klein, jung oder alt, Cheerleading kann jeder machen.

Typische Sportarten, bei denen Cheerleader auftreten, sind Basketball und American Football. Doch auch beim Handball, Volleyball, Fußball, Eishockey und vielen weiteren Sportarten wächst die Zahl der Cheerleader-Gruppen. Heute wird Cheerleading vorwiegend als selbstständiger Wettkampfsport betrieben. Das ganze Jahr über finden Cheerleader-Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene für die organisierten Teams statt. Auf diesen Meisterschaften gibt es 3 Altersgruppen, so wird unterschieden in Pewees, im Alter von 5-11, die Juniors im Alter von 12-16 und die Seniors ab 14 Jahren. In den Alterskategorien Junior und Senior gibt es dann noch die Unterscheidung in All Girl, das heißt nur weibliche Sportler sind im Team, oder Coed Teams, das heißt sowohl weibliche als auch männliche Sportler sind im Team. Außerdem gibt es noch eine Aufteilung in die Level 1 bis 6,damit wird die Schwierigkeitsstufe angezeigt, je höher das Level, umso schwierigere Elemente dürfen ausgeführt werden. Man kann auf Meisterschaften in verschiedenen Teamgrößen an den Start gehen. So gibt es den Partnerstunt, hierbei gehen nur 2 Sportler an den Start. Bei einem Groupstunt gehen 4-5 Sportler an den Start. Im Partnerstunt und Groupstunt liegt der Fokus auf einer Aneinanderreihung von Stunts. Ab 8 Sportlern ist es die Teamwertung wo in den oben beschriebenen Kategorien unterschieden wird.
In Amerika ist Cheerleading in verschiedenen Kategorien anzutreffen. So gibt es High School Cheerleader, College Cheerleader und so genannte All Star Cheerleader, die nicht an schulischen Einrichtungen trainieren. An vielen Universitäten in den Staaten gibt es ein Cheerleader Team, was die anderen Universitätssportler anfeuert. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten für die Cheerleader sich auch gegenseitig auf Meisterschaften zu messen. In Deutschland hingegen gibt es nur vereinzelt Schulen und Universitäten mit einem Cheerleading Team. Zu meist sind die Cheerleader in Vereinen organisiert, oft als Abteilung von großen Vereinen oder als eigenständiger Verein.

Geschichte des Cheerleading

In Amerika
Cheerleading kommt ursprünglich aus den United States of America, im Folgenden USA genannt. Es gibt einen engen Zusammenhang mit American Football, Rugby und Basketball. Durch die hohe Sportbegeisterung der Amerikaner wurden diese Sportarten schnell bekannt und oft von Zuschauen besucht. Damit die Zuschauer sich die Spiele nicht nur wortlos ansehen, kam Ende des 19. Jahrhunderts eine Gruppe Männer auf die Ideen kurze Sprüche zu rufen, die von den Zuschauern wiederholt werden sollten. Als Geburtsstunde des Cheerleading gilt der 2.November 1989, an diesem Tag spielen die Football Teams der Minnesota Universität und der Northwestern Universität gegeneinander. Unter der Leitung von Jack Campbell hat eine Gruppe von Männern die Zuschauer dazu aufgefordert das Football Team zu unterstützen, mit Erfolg denn das Team der Minnesota Universität gewinnt das Spiel. In USA ist Cheerleading seitdem meist in Universitäten und Schulen ansässig. Nicht in Verbindung mit Schulen/Universitäten betriebenes Cheerleading nennt man All-Star Cheerleading. Am Anfang sind im Cheerleading nur Männer aktiv, erst in den 1920er Jahren tauchen Frauen in den Teams auf. Erst 20 Jahre später werden die Frauen zur Mehrheit im Cheerleading, das liegt am 2. Weltkrieg der viele junge Männer in Anspruch nimmt. Wiederrum fast 10 Jahre später kommen durch Lawrence Herkimer die Pompons in die Cheerleading Szene, vielen bekannt als Puschel. 1961 gründet Herkimer dann die erste Cheerleader Vereinigung, die National Cheerleading Association (NCA). Später wird von Jeff Webb auch die Universal Cheerleading Association gegründet, unter deren Namen die schwierigeren Elemente des Cheerleading verbreitet wurden. Im Jahre 1975 gibt es erstmals eine Cheerleading Aufführung im bis heute erhaltenen Stil, die sogenannte Cheerleading Routine, eine Verbindung aus Cheerleading Elementen mit Musik. Herr Webb bringt Cheerleading in den 1980er Jahren dann auch erstmals ins Fernsehen. Dadurch werden auch andere Länder auf Cheerleading aufmerksam. Danach breitet sich der Sport des Cheerleading über die ganze Welt aus. 2004 gibt es die erste Cheerleading Weltmeisterschaft im Walt Disney World Resort, Florida.

In Deutschland
Erst in den 1980er Jahren entsteht Cheerleading auch in Deutschland. Als erstes Team gründen sich 1980 die Düsseldorf Pantherettes, eine reine Frauengruppe, als Cheerleader des Football Teams Düsseldorf Panthers. Anders als in Amerika organisiert sich Cheerleading in Deutschland von Beginn an in Vereinen, oft in Verbindung mit Football, später auch Basketball. Im Jahre 1988 findet die 1. Deutsche Meisterschaft statt, die von den Pantherettes gewonnen wird. Erst 1990 wird Cheerleading vom American Football Verband Deutschland e.V. offiziell anerkannt. In diesem Verband ist auch die CVD entstanden. In diesem Jahr treten auch erstmals Männer im deutschen Cheerleading auf. Es bilden sich immer mehr Cheerleadingvereine und so findet 1995 die erste Europameisterschaft in Sindelfingen statt. Im weiteren Zeitverlauf gibt es verschiedene Veränderungen in den Regeln und Abläufen, neben Cheerleading kommt auch die Disziplin Cheerdance hinzu.
Seit 2007 gibt es den zweiten Cheerleader Verband in Deutschland, den CCVD, der ausschließlich die Interessen des Cheerleading und Cheerdance vertritt.